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23.11.2018 Standpunkte

Meine zweite Pilgerreise nach Rom – Hartmut erzählt

Im Oktober vor drei Jahren habe ich an meiner ersten Pilgerreise nach Rom teilgenommen. Ich habe euch damals davon berichtet, wie es zu dieser Reise kam. 

Alle drei Jahre veranstalten die Malteser eine Reise nach Rom. Die Teilnehmer der letzten Reise wurden angeschrieben und gefragt, ob sie wieder an einer Reise zur ewigen Stadt Interesse hätten. Als ich den Brief gelesen habe, habe ich gleich gedacht:“ Diese Pilgerreise sollte ich wieder mitmachen, wann kommt man sonst schließlich einmal nach Rom“. Also habe ich mich angemeldet und daraufhin kam eine Mitarbeiterin der Malteser aus Tauberbischofsheim zu mir nach Krautheim, um mit mir über die Reise zu sprechen. Alle meine Bedenken, was den Umgang mit meinem Schieberollstuhl und auch die nötige Pflege betraf, konnten im Gespräch ausgeräumt werden. Jetzt stand meiner Vorfreude nichts mehr im Weg, schließlich sollte es schon in zwei Wochen losgehen.
Die Reise war für den 29. September bis 6. Oktober vorgesehen. Pünktlich um 5:30 Uhr wurde ich am Samstagmorgen von einem Bus der Malteser zur Sammelstelle nach Tauberbischofsheim gefahren. Ich reiste mit einer Gruppe von 32 Personen in einem modernen Reisebus. Insgesamt fuhren ca. 800 Leute zu dieser Wallfahrt nach Rom.
Das erste Etappenziel war die Stadt Pavia in der Nähe von Mailand. Dort haben wir zu Abend gegessen, übernachtet und uns am nächsten Morgen gleich wieder auf die Weiterreise gemacht. Am Sonntag erreichten wir dann gegen 17:30 Uhr Rom. Es war wieder sehr beeindruckend, dass wir uns auf einem großen Platz mit den anderen Reisebussen trafen und im Konvoi, der von Carabinieris begleitet wurde, unser Domizil anfuhren. An der Fahrt durch die pulsierende Stadt hatte ich sehr viel Freude. Untergebracht waren wir wieder alle im Fraterna Domus, einem modernen barrierefreien Gebäude.
Für den Montag war ein Besuch in der Sixtinischen Kapelle im Petersdom geplant. Mit hunderten von Leuten feierte der Papst eine Messe. Die verschiedenen Gruppen zogen gemeinsam mit ihren Fahnen ein. Für unsere Gruppe durfte ich die Fahne des Erzbistums Freiburg halten, obwohl ich eigentlich zu dem Bistum nicht gehöre.  Es war etwas ganz besonderes für mich, diese herausragende Rolle übernehmen zu dürfen. Alles was der Papst sagte, wurde für uns extra in Deutsch übersetzt. Ungefähr eineinhalb Stunden dauerte die Messe. Danach ging´s zum Stadtbummel in die Innenstadt. Zum Schluss gingen wir dann noch in ein Restaurant zum typischen Pizzaessen, in Italien ein absolutes Muss. Ich ließ mir eine leckere Pizza Napoli schmecken.
Dienstags ging es schon um 6:00 Uhr auf zum Petersplatz, um dort mit Papst Franziskus um 10:30 Uhr die Eucharistie zu feiern. Der ganze Platz war voll von Menschen, die gemeinsam diese Messe feierten. Als der Papst danach mit seinem Papamobil noch einmal den Petersplatz passierte, konnten sich die verschiedenen Gruppen persönlich von ihm verabschieden, indem sie ihre Fähnchen schwenkten oder ihm auch zuwinkten. Das Ganze war sehr anstrengend und an diesem Tag wollte auch keiner mehr etwas unternehmen.
Am nächsten Tag, am Mittwoch ließen wir es erst einmal etwas ruhiger angehen. Unsere Gruppe traf sich um 10:30 Uhr im Lateran, das ist der Rückzugsort für den Pontifex, wo er sich von dem allgemeinen Trubel auch einmal erholen kann. Dort feierten wir zusammen mit ihm eine Messe. Im Rahmen dieser Messe wurde auch noch eine Krankensalbung vom Freiburger Weihbischof Reiner Klug gespendet. Für mich war das ein einmaliges Erlebnis, als mir bei einem Segensspruch die Hand aufgelegt wurde. Dieses Ereignis klingt bei mir bis heute nach und bleibt mir bestimmt noch lange in guter Erinnerung.
Den Donnerstag, den letzten Tag vor unserer Abreise, hatten wir zur freien Verfügung. Ich habe die Zeit genutzt, um die nähere Umgebung unserer Unterkunft zu erkunden und mit einer Bekannten unsere Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen.
Den Freitag verbrachten wir hauptsächlich wieder im Bus. Die Rückreise war in zwei Etappen geplant, sodass wir Richtung Mailand in unsere bekannte Unterkunft fuhren. Schade, dass wir keine Zeit hatten, in Mailand noch etwas zu unternehmen, aber wir hatten für Samstag ja noch eine gewaltige Strecke vor uns. Wenn ich die Gelegenheit gehabt hätte, wäre ich gerne einmal in das Mailänder San Siro Stadion gegangen. Wer weiß, vielleicht kann ich das bei meiner nächsten Rom Reise im Jahr 2021 umsetzen, das wäre für mich sehr schön.  Euer Hartmut


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